Polly schlief bis spät am Vormittag. Die Nachtschicht-Astronomen schliefen noch.
Ein Mann mit grünem Hemd saß in der Kantine. Sein Name war Diego. Er war der Chefingenieur in Paranal. Er hatte hier elf Jahre lang gearbeitet.
"Willst du die Wüste sehen?" fragte er Polly. "Ich muss ein Kabel prüfen."
Um zwei Uhr nachmittags saß Polly auf dem Armaturenbrett eines weißen Lastwagens.
Diego wies auf Dinge hin.
Ein trockenes Flussbett. "Es regnet so selten, dass das Wasser nirgendwo hin kann. Es gab drei große Fluten hier im letzten Jahrhundert."
Read it. Then say it.
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Ein Felsbereich mit kleinem dunklem Kies. "Das ist Meteoriten-Auswurf. Das trockene Klima bewahrt die Meteoriten gut. Einige liegen seit über einer Million Jahren hier."
Eine riesige weiße Salzfläche. "Lithium", sagte Diego. "Der größte Teil des Lithiums der Welt ist hier. Dein Telefonakku kam wahrscheinlich von der Nähe."
Eine kleine weiße Kugel auf einem entfernten Hügel. "Das ist ein Mikrowellenteleskop. Die Atacama hat mehr als fünfzig Observatorien."
Die Luft war sehr trocken. Diego gab Polly Wasser aus einer Flasche. "Du merkst nicht, dass du hier austrocknest. Du hörst einfach auf, klar denken zu können."
Auf dem Rückweg waren die Schatten lang. Die Atacama ist seit 150 Millionen Jahren eine Wüste. Diese Schatten waren die gleiche Art, die sich hier bewegten, als Dinosaurier lebten.