Die Mitternachtssonne in Tromsø hatte endlich begonnen, ihren langsamen Abstieg anzutreten und warf ein sanfteres Licht über die Stadt, während Polly am Rand einer hölzernen Bank saß. Um sie herum entfaltete sich das Nachspiel des seltsamsten Marathons der Geschichte. Läufer, die in die zeitliche Anomalie verwickelt gewesen waren, hatten sich versammelt und tauschten Geschichten aus, die mehr wie Mythen klangen als Ereignisse, die sie tatsächlich erlebt hatten.
Astrid, deren silberdurchzogenes Haar sich nun aus dem Dutt gelöst hatte, saß neben Polly, ihr wettergegerbtes Gesicht zeigte eine Mischung aus Erschöpfung und Zufriedenheit. "Nun, Polly", sagte sie, "das war ein Marathon, den niemand so schnell vergessen wird."
"Kein gewöhnliches Rennen, das steht fest", entgegnete Polly und schüttelte ihre Federn. "Wie fühlst du dich?"
"Erleichtert, hauptsächlich", gab Astrid zu und streckte ihre Beine. "Ich werde mich dieses Jahr nicht für Boston qualifizieren, aber allen sicher zurückzuhelfen... das ist ein Sieg, den ich mehr in Erinnerung behalten werde als eine Zeit auf der Uhr."
In der Nähe erzählte Mikkel lebhaft seine Erlebnisse einer Gruppe neugieriger Zuhörer. "Und dann, einfach so, waren wir zurück", sagte er und gestikulierte wild. "Es war, als ob man aus einem Traum erwacht – ein Moment Schnee, der nächste wieder die Mitternachtssonne."
Polly flatterte hinüber, um sich ihnen anzuschließen. "Nun, Mikkel, ich denke, du verdienst eine Medaille für Tapferkeit", scherzte sie. "Nicht jeden Tag stellt man sich einem in der Zeit gefangenen Physiker."
Er lachte, ein Klang echter Erleichterung. "Dank euch beiden. Ohne Astrids schnelles Denken und deine Luftaufklärung, wer weiß, wo wir jetzt wären?"
Read it. Then say it.
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Die Rennorganisatoren waren noch dabei, zusammenzusetzen, was passiert war, und die Behörden hatten den alten Bunkerbereich abgesperrt. Doch für die Läufer war die gemeinsame Erfahrung ein Band, das die seltsamen Umstände überstieg.
"Weißt du", sinnierte Astrid, während sie beobachtete, wie die Sonne endlich unter den Horizont sank, "vielleicht war das eigentliche Rennen, zu erkennen, was am wichtigsten ist. Freundschaften, Mut und gelegentlich ein sprechender Papagei, der den Tag rettet."
Polly kicherte, ihre Augen funkelten im Licht der Mitternachtssonne. "Und vielleicht eine kleine Erinnerung daran, dass manchmal die seltsamsten Rennen uns am meisten lehren."
Während sich die Marathonteilnehmer langsam zerstreuten, jeder mit seinem eigenen Teil der Geschichte, bereitete sich Polly darauf vor, erneut abzuheben. Tromsø, mit seinem ewigen Tag und seinen mysteriösen Nächten, war ein Abenteuer jenseits ihrer wildesten Flüge gewesen, aber neue Himmel warteten.
"Bis zum nächsten Mal", rief Astrid, als Polly in die Dämmerung aufstieg, ihre Flügel fingen die letzten goldenen Strahlen ein. Der Marathon mochte zu Ende sein, aber die Reise – für Polly und ihre neu gewonnenen Freunde – hatte gerade erst begonnen.