Heimwärts
Polly says a quiet farewell to the research ship and its crew, reflects on a week of careful watching, and lifts off into the open Pacific toward her next destination.
Read at your pace. The full app adds translation and saved vocabulary.
Keep it on your phone →Der große Tauchgang war am Tag zuvor gewesen. Das Tauchboot lag wieder an Deck, salzverkrustet und etwas ramponiert. Es sah jetzt weniger wie ein stählerner Kürbis aus und mehr wie ein stählerner Kürbis, der am Grund der Welt gewesen war.
Polly würde heute abreisen. Sie hatte begonnen, den Sog ihres nächsten Ziels zu spüren, so wie Zugvögel ihn spüren: ein langsames, beharrliches Ziehen in der Brust. Wohin genau sie fliegen würde, wusste sie noch nicht.
Sie machte einen stillen Rundgang durch das Schiff. Zuerst die Kombüse. Ein kleines Sandwich wartete auf einem Pappteller. Sie aß es schnell.
Dann der Aufenthaltsraum. Das Foto der Trieste hing noch an der Wand, mit seinen beiden Männern in Stoffmützen, die von einem Wintermorgen vor sechsundsechzig Jahren herausblickten.
Dann das Labor. Yara hatte den geschrumpften Styroporbecher beschriftet und in eine kleine Vitrine gestellt, mit Datum und Tiefe in ordentlicher Schrift darunter.
Dann das Taucherdeck. Der Limiting Factor saß in seiner Halterung und glänzte. Er wartete darauf, zurück in seine Werkstatt an Land zu gehen.
Am Bug lehnte der Kapitän am Geländer. Er blickte sie mit demselben gelassenen Ausdruck an, den er die ganze Woche über gehabt hatte. "Du fliegst also ab", sagte er. Sie neigte den Kopf. Er nickte.
Sie dachte kurz an das, was sie gesehen hatte. Ein kleines Schiff über einem tiefen Ort. Ein Fisch, dessen Zellen sich mit einer chemischen Verstrebung zusammenhielten. Zwei Männer in Stoffmützen im Jahr 1960, die ihr Leben auf die Chemie von Benzin setzten.
Einen fingerhutgroßen Becher. Die ruhige Erklärung einer Wissenschaftlerin über Druck. Eine Kombüse, die siebenundzwanzig Menschen durch schlechtes Wetter verankerte.
Nichts davon war ein Abenteuer gewesen. Niemand hatte gerettet werden müssen. Es hatte keine Wendung gegeben, keine Verfolgungsjagd, kein Rätsel. Es hatte nur einen weiten, stillen Ort am Grund des Ozeans gegeben und ein kleines Schiff voller Menschen, die aus verschiedenen Gründen beschlossen hatten, ihr Leben damit zu verbringen, ihm Aufmerksamkeit zu schenken.
Sie glaubte nicht, dass sie es in sich hatte, dieses Leben zu leben. Aber sie mochte sie alle sehr.
Die Brise frischte auf. Polly öffnete ihre Flügel, die Brille saß fest auf ihrem Schnabel, und ließ das Deck sie nach oben drücken. Sie stieg in einer langsamen Spirale auf, bis die Pressure Drop nur noch eine weiße Form auf dem blauen Papier des Pazifiks war. Dann drehte sie sich, wählte einen Kurs und flog davon. Unter ihr war der Graben so, wie er vor hundert Millionen Jahren gewesen war: dunkel, kalt, größtenteils leer, vollkommen er selbst.
You just heard Polly
Want to hear what YOU sound like?
Read a line of the story out loud. Your recording stays on your device and is never uploaded.
Not bad, right? If you were in the PollyStop app, Polly would listen to exactly that and score you right now.
Coaching, saved words, spaced repetition, and a fresh story every day.
Get PollyStop freeYou just tried the loop
Now take the story with you.
PollyStop brings listening, saved vocabulary, speaking practice, and a fresh graded story together on your phone.
Learning on Android? Join the waitlistKeep reading
More German stories.
Der Ritter und der Hirsch
Read free
Sieben Röcke und Silberfische
Read free
Sieben Röcke und Silberfische
Read free
Die Schlucht unter dem Meer
Read free
Die rote Laterne
Read free
Der Canyon unter dem Meer
Read freeKeep learning in PollyStop
Listen, save words, practise