Am fünften Morgen ging Polly nach Tieren suchen.
Die Atacama ist nicht leer. Aber alles, was hier lebt, lebt am Rande des Möglichen.
Das erste, was Polly fand, war ein kleiner schwarzer Käfer auf einem Stein. Das ist der Nebelkäfer. Er klettert während des seltenen Morgennebels auf Steine. Er neigt sich nach vorne. Wassertropfen sammeln sich auf seinem Rücken. Sie laufen in seinen Mund. Er trinkt sein ganzes Leben lang kein anderes Wasser.
Weiter weg, ein kleiner Gecko. Er jagt nachts. Er schläft unter Steinen am Tag. Er kann Wasser aus der Luft durch seine Haut aufnehmen. Er kann sechs Monate ohne Trinken auskommen.
Eine kleine Maus lebt in Bauen. Sie isst Samen. Sie bekommt ihr Wasser aus Kondenswasser und aus der Nahrung, die sie verdaut.
Keine Fliegen. Kein Gras. Keine Blumen in diesem Teil.
Read it. Then say it.
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Der Nebelkäfer tut das seit 50 Millionen Jahren.
Ein Schwarzgeier zog oben vorbei.
Polly ging zur Residencia zurück. Ein Lastwagen hatte Lebensmittel aus Antofagasta gebracht. Orangen. Äpfel. Große Behälter mit Flaschenwasser.
Nichts davon wächst hier. Sogar das Duschwasser wird herangefahren.
Polly dachte an den Nebelkäfer. Und an das Flaschenwasser. Und daran, wie Menschen entschieden hatten, ein Observatorium an einem so feindlichen Ort zu bauen, nur um Licht von weit entfernten Planeten zu betrachten.