Als Archäologen 1922 das Grab des ägyptischen Königs Tutanchamun öffneten, fanden sie Schmuck, Statuen und Tontöpfe. In einigen dieser Töpfe war Honig. Dreitausend Jahre waren vergangen, seit sie versiegelt worden waren. Der Honig war immer noch gut. Man hätte ihn sogar essen können.
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Das ist nichts Ungewöhnliches. Honig ist eines der wenigen natürlichen Lebensmittel der Welt, das nicht verdirbt. Honigtöpfe von noch älteren Fundstellen wurden auch in Georgien entdeckt, wo Archäologen vor etwa 5.500 Jahren begrabenen Honig bei einer Adligen fanden. Immer noch essbar. Immer noch süß.
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Der Grund liegt in der Chemie. Bakterien brauchen Wasser zum Wachsen, und Honig hat fast keines. Bienen nehmen Nektar, der etwa 80 Prozent Wasser enthält, und reduzieren ihn auf etwa 17 Prozent Wasser, indem sie mit ihren Flügeln im Bienenstock fächeln. Das Ergebnis ist eine dicke, dichte Flüssigkeit, in der nichts wirklich leben kann.
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Honig ist auch leicht sauer, mit einem pH-Wert um 4. Die meisten Bakterien mögen keine Säure. Außerdem fügen Bienen dem Nektar ein Enzym hinzu, das langsam Wasserstoffperoxid produziert, ein mildes Desinfektionsmittel. Es ist dieselbe Chemikalie, die man in der Apotheke kaufen kann.
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So verbinden sich drei Schutzfaktoren: kein Wasser, niedriger pH-Wert und eine ständige Spur von Peroxid. Solange Honig versiegelt und trocken ist, kann er fast ewig im Regal, in einer Höhle oder in einem Grab stehen.
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Wenn dein Honig jemals im Glas kristallisiert, wirf ihn nicht weg. Erwärme ihn vorsichtig in einer Schüssel mit heißem Wasser, und die Kristalle lösen sich auf. Der Honig war nie schlecht. Honig ist fast nie schlecht.