Tomas hatte wieder Dienst. Er fand Polly am Kiosk des Besucherzentrums kurz nach Sonnenaufgang. Er hatte eine frische Thermoskanne Kaffee dabei. Er stellte sie auf eine Bank und setzte sich.
Eine Weile sagten sie nicht viel. Polly putzte ihre Federn. Der Morgen roch nach dem Fluss.
"Ich nehme an, du ziehst weiter," sagte Tomas.
Polly legte den Kopf schief.
Er erzählte ihr vom Rest des Parks. Das Hochland entlang der Tioga Road. Hetch Hetchy, das andere Tal im Norden, vor langer Zeit aufgestaut, aber immer noch schön. Der Hain von Mammutbäumen in den Tuolumne Meadows. Er sprach von diesen Orten mit leiser Stolz.
"Dieser Ort zeigt dir nicht alles, selbst wenn du hier lebst," sagte er. "Du erhaschst nur Teile. Menschen kommen für drei Tage und denken, sie hätten alles gesehen. Sie sahen eine Postkarte." Er nippte an seinem Kaffee. "Besser, ein Stück ganz zu sehen. Die Wanderfalken? Vierzehn Jahre und ich weiß immer noch nicht, was sie morgen tun werden."
Read it. Then say it.
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Polly dachte an ihre Stürze vom El Capitan Vorsprung. Sie hatte nicht einmal sauber gelandet. Aber jedes Mal war es weniger schlecht geworden. Sie dachte, dass sie ein Leben lang weniger schlecht werden könnte.
Ein Shuttlebus fuhr vor. Der gleiche grüne Bus. Der gleiche Fahrer. "Auf geht's," sagte Tomas. Er stand auf.
Polly streckte ihre blau-grünen Flügel. Sie hob von der Bank ab, kreiste einmal über das Besucherzentrum und stieg auf. Das Tal fiel unter ihr ab. El Capitan stand links. Half Dome rechts.
Am Rand drehte sie nach Westen ab. Unter ihr jagte ein Wanderfalke eine kleine Schar von Mauerseglern entlang der Felswand. Sie beobachtete ihn eine halbe Minute lang. Dann fand sie den Wind, den sie wollte, und ließ sich aus dem Park tragen.