Das Tal Verlassen
Polly says goodbye to Ranger Tomas at the visitor centre and lifts off west out of Yosemite, leaving behind a park she has only begun to see.
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Keep it on your phone →Tomas hatte wieder Dienst. Er fand Polly am Kiosk des Besucherzentrums kurz nach Sonnenaufgang. Er hatte eine frische Thermoskanne Kaffee dabei. Er stellte sie auf eine Bank und setzte sich daneben.
Eine Weile sagten sie nicht viel. Polly putzte ihre Flügelfedern. Der Morgen war kühl und roch nach dem Fluss.
"Ich nehme an, du ziehst weiter", sagte Tomas schließlich.
Polly neigte ihren roten Kopf. Er nickte langsam.
Er erzählte ihr vom Rest des Parks, den Teilen, die sie noch nicht gesehen hatte. Das Hochland abseits der Tioga Road, mit seinen Seen und kahlen Granitkuppeln. Hetch Hetchy, das andere Tal im Norden, vor über hundert Jahren aufgestaut und in ein Reservoir verwandelt, immer noch schön, immer noch größtenteils leer. Der Hain der Mammutbäume oben in den Tuolumne Meadows. Er sprach von diesen Orten mit dem ruhigen Stolz eines Menschen, der vierzehn Jahre damit verbracht hatte, einen Abschnitt der Berge kennenzulernen.
"Dieser Ort zeigt dir nicht wirklich alles", sagte er. "Selbst wenn du hier lebst. Du fängst Fragmente ein. Die Wanderfalken, die Lilien, die Milchstraße am Mittwoch, aber nicht am Donnerstag. Die Leute kommen für drei Tage und denken, sie hätten es gesehen. Sie haben eine Postkarte gesehen." Er nippte an seinem Kaffee. "Besser, ein Stück ganz zu sehen, denke ich. Die Wanderfalken, von denen ich dir erzählt habe? Vierzehn Jahre und ich weiß immer noch nicht, was sie morgen tun werden."
Polly dachte an ihre Stürze von der El Capitan-Klippe. Sie war nicht einmal sauber gelandet. Aber sie wurde jedes Mal weniger schlecht darin. Sie dachte, sie könnte ein Leben lang weniger schlecht werden.
Ein Shuttlebus fuhr vor. Der gleiche grüne Bus. Der gleiche Fahrer. Der Fahrer winkte Tomas zu, als sie die Tür öffnete. Tomas winkte zurück.
"Dann mal los", sagte er. Er stand auf. Er hatte seinen Kaffee nicht ausgetrunken.
Polly streckte ihre blau-grünen Flügel. Die Bustür war noch offen. Sie konnte das wärmende Kiefernholz des Morgenwaldes riechen und den schwachen Diesel des Busses und den Fluss dahinter.
Sie hob von der Banklehne ab, kreiste einmal über das Besucherzentrum und stieg auf. Das Tal fiel unter ihr ab. El Capitan stand links. Half Dome rechts. Der Merced floss am Talboden entlang.
Am Rand bog sie nach Westen ab. Unter ihr jagte ein Wanderfalke eine kleine Schar von Mauerseglern entlang der Felswand. Polly beobachtete ihn eine halbe Minute lang. Dann fand sie den Wind, den sie wollte, und ließ sich aus dem Park tragen.
Hinter ihr war Tomas bereits auf dem Weg zur Wiese. Er hatte ein Klemmbrett herausgeholt. Heute, morgen und nächstes Jahr würde es Kornlilien zu markieren geben.
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