Abschied von Pasta
Polly says goodbye to Pasta the octopus and flies out of Naples toward her next destination.
Read at your pace. The full app adds translation and saved vocabulary.
Keep it on your phone →Am siebten Morgen kam Polly früh zum Becken hinunter. Das Labor war still. Chiara würde erst in einer Stunde kommen. Das Institut erwachte seit einhundertvierundfünfzig Jahren jeden Morgen so.
Pasta war vorne im Becken.
Das war nicht normal. Sechs Morgen lang hatte Polly auf dem Rand gesessen und der Oktopus hatte sich in ihrem Rohr zusammengerollt oder in einer Ecke getrieben. Heute drückte sich der Oktopus gegen die vordere Wand, alle acht Arme locker gegen das Glas gespreizt, ihr einzig sichtbares Auge auf Pollys Höhe.
Sie sahen sich an.
Was zwischen einem Papagei und einem Riesenpazifikoktopus passiert, ist wahrscheinlich keine Freundschaft. Der Oktopus könnte einfach das warmblütige Wesen untersucht haben, das seit sechs Tagen um ihr Becken war. Oktopusse können Wärme durch ihre Haut spüren. Sie können Bewegung durch ihre Saugnäpfe lesen. Sie sammelten Informationen.
Polly hüpfte am Rand entlang. Das Auge des Oktopus verfolgte sie, dann bewegten sich ihre Arme langsam mit. Als Polly anhielt, hielt auch das Auge an.
Sieben volle Minuten lang beobachteten sie sich. Der Wasserfilter summte leise.
Dann tat der Oktopus etwas, das Polly die ganze Woche nicht gesehen hatte. Sie entfaltete langsam einen Arm und drückte die Spitze genau dort gegen das Glas, wo Pollys Fuß ruhte. Die Saugnäpfe breiteten sich aus und verharrten dann.
Polly senkte ihren Schnabel zum Glas und berührte es sanft mit ihrem geschlossenen Schnabel. Durch das kalte Glas, auf ihrer Seite, war nichts. Auf der Seite des Oktopus vielleicht eine ganze Menge.
Der Arm blieb eine lange Minute. Dann glitt er zurück ins Wasser.
Chiara kam mit zwei Kaffees herein. "Du gehst," sagte sie. "Ich habe mir gedacht, dass das passieren würde. Reise sicher. Komm zurück, wenn du kannst."
Polly hob sich vom Rand. Sie flog den langen Korridor des Instituts hinunter, vorbei an den Sardinen und dem Seetang, hinaus in den hellen Morgen der Villa Comunale. Die Bucht von Neapel öffnete sich vor ihr.
You just heard Polly
Want to hear what YOU sound like?
Read a line of the story out loud. Your recording stays on your device and is never uploaded.
Not bad, right? If you were in the PollyStop app, Polly would listen to exactly that and score you right now.
Coaching, saved words, spaced repetition, and a fresh story every day.
Get PollyStop freeYou just tried the loop
Now take the story with you.
PollyStop brings listening, saved vocabulary, speaking practice, and a fresh graded story together on your phone.
Learning on Android? Join the waitlistRead this story in another language.
Same story, different language. Compare the shape and rhythm without losing the plot.
Keep reading
More German stories.
Der Ritter und der Hirsch
Read free
Sieben Röcke und Silberfische
Read free
Sieben Röcke und Silberfische
Read free
Die Schlucht unter dem Meer
Read free
Die rote Laterne
Read free
Der Canyon unter dem Meer
Read freeKeep learning in PollyStop
Listen, save words, practise